Wie klingt das Meer?
Musikfest Stuttgart: Sciarrinos "Studi per l'intonazione del mare" in der Phoenixhalle
Stuttgart - Bei seiner "Studie über den Klang des Meeres" dachte der italienische, 1947 geborene Komponist Salvatore Sciarrino sicher nicht an den Atlantik. Es ist das träge Mittelmeer seiner Heimat, das Glitzern und Funkeln unter greller Sonne, das sich aus seinem siebenteiligen Werk für Flöten, Saxophone, Perkussion und einen Countertenor heraushören lässt. Fragil, flirrend und fein gezeichnet ist Sciarrinos Klangwelt, zwar sehr sinnlich, aber in gewisser Weise auch karg, weil von Stille und Schweigen durchsetzt.
Fürs Musikfest und sein Thema war diese Klangstudie – die als Kooperationsprojekt mit dem Schleswig-Holstein- und dem Rheingau-Musikfestival am Sonntagnachmittag zur Aufführung kam, natürlich ein gefundenes Fressen. Ein Orchester aus über 100 jungen Saxofonisten und Flötisten des Projekts "Meisterschüler-Meister", das Jugend-musiziert-Preisträger fördert, füllte die Bühne der Phoenixhalle im Römerkastell. Zusammen mit ihren Lehrern sorgten die jungen Musiker 45 Minuten lang für tröpfelnde, rauschende, säuselnde, pfeifende Klangflächen, die mal zerbrechlicher, mal kräftiger wirkten, während die acht Solo-Saxophone und -Flöten im Vordergrund scharfe Akzente und blockhafte Klänge setzten und Countertenor Daniel Gloger den Naturklängen menschlich-reflektierende Töne beimischte.
Mit ein paar Koordinationsschwierigkeiten hatte der musikalische Leiter Peter von Wienhardt dann doch zu kämpfen. Und gelegentlich verloren sich die leisen, feinen Orchesterklänge so sehr in den Weiten der Phoenixhalle, dass die Grenze des Wahrnehmbaren unterschritten wurde.
Kurzkritik für die Stuttgarter Nachrichten von heute. Das Konzert fand statt am 11. September.
Stuttgart - Bei seiner "Studie über den Klang des Meeres" dachte der italienische, 1947 geborene Komponist Salvatore Sciarrino sicher nicht an den Atlantik. Es ist das träge Mittelmeer seiner Heimat, das Glitzern und Funkeln unter greller Sonne, das sich aus seinem siebenteiligen Werk für Flöten, Saxophone, Perkussion und einen Countertenor heraushören lässt. Fragil, flirrend und fein gezeichnet ist Sciarrinos Klangwelt, zwar sehr sinnlich, aber in gewisser Weise auch karg, weil von Stille und Schweigen durchsetzt.
Fürs Musikfest und sein Thema war diese Klangstudie – die als Kooperationsprojekt mit dem Schleswig-Holstein- und dem Rheingau-Musikfestival am Sonntagnachmittag zur Aufführung kam, natürlich ein gefundenes Fressen. Ein Orchester aus über 100 jungen Saxofonisten und Flötisten des Projekts "Meisterschüler-Meister", das Jugend-musiziert-Preisträger fördert, füllte die Bühne der Phoenixhalle im Römerkastell. Zusammen mit ihren Lehrern sorgten die jungen Musiker 45 Minuten lang für tröpfelnde, rauschende, säuselnde, pfeifende Klangflächen, die mal zerbrechlicher, mal kräftiger wirkten, während die acht Solo-Saxophone und -Flöten im Vordergrund scharfe Akzente und blockhafte Klänge setzten und Countertenor Daniel Gloger den Naturklängen menschlich-reflektierende Töne beimischte.
Mit ein paar Koordinationsschwierigkeiten hatte der musikalische Leiter Peter von Wienhardt dann doch zu kämpfen. Und gelegentlich verloren sich die leisen, feinen Orchesterklänge so sehr in den Weiten der Phoenixhalle, dass die Grenze des Wahrnehmbaren unterschritten wurde.
Kurzkritik für die Stuttgarter Nachrichten von heute. Das Konzert fand statt am 11. September.
eduarda - 13. Sep, 21:47